Shakespeare Company Berlin

Goethes andere Hälfte

szenischer Monolog von Christine Brückner

Regie: Helfried Schöbel
Darsteller: Johanna-Julia Spitzer und Michael Günther

Beschreibung:

Im Vorzimmer des Weimarer Palais der verwitweten Frau von Stein resümiert Christiane (1765-1816) über ihre Beziehung zu Goethe und ihre komplizierte Stellung im höfischen Weimar.
"Ich feiere gerne Feste und bin gern dabei, wenn’s lustig hergeht . . . Sollen die Weimarer doch reden!“

So lässt die Autorin Christine Brückner ihre Namensschwester Christiane von Goethe leichthin daherplaudern in ihrem Stück „Ich wär Goethes dickere Hälfte“. Der szenische Monolog gestaltet sich zur tragik-komischen Lebensbeichte über ihre Beziehung zu dem Dichterfürsten und ihre komplizierte Stellung im höfischen Weimar. Das Ganze spielt im Vorzimmer des Palais der Charlotte von Stein, der so feinen wie prüden Dame, die lange Zeit bekanntlich die Zuneigung Goethes für sich beanspruchte. Mit der fast sieben Jahre älteren Frau von Stein (unglücklich verheiratet, sieben Kinder) hatte er seine Herzensdame im Geiste erkoren. Rein platonisch, das Gegenteil haben bis heute auch die gewieftesten Archivalienforscher nicht beweisen können.

So ganz anders war die Liebe, die unseren, den leiblichen Genüssen ohnehin zugeneigten Nationaldichter mit seiner Christiane über mehr als ein Vierteljahrhundert verbinden sollte. Getroffen hatte er sie kurz nach seiner Rückkehr von jener Italienreise, die ihn neben vielerlei anderen sinnlichen Erfahrungen auch erstmals zu denen der körperlichen Liebe verholfen haben soll. „Ich ging im Walde so für mich hin, und nichts zu suchen, das war mein Sinn“, fasste Goethe in einem seiner populärsten Gedichte 25 Jahre später die Erinnerung an das erste Zusammentreffen mit jener Frau zusammen, die fürderhin zur privaten Bestimmung seines Lebens werden sollte. Überschrift: „Gefunden“! Das Fundstück: ein, sein Schatz.

WILLIAM‘S CREW
Michael Günther, Johanna-Julia Spitzer

Berlin.

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