Shakespeare Company Berlin

Verlorene Liebesmühe!

„Eine Hand die gibt, wird gern genommen…“

Komödie mit Musik

Unsere neueste Produktion! Feierliche Premiere war am 12. Juni.

Zwischen Ferdinand, dem König von Navarra mit seinen zwei Hofherren Byron und Dumain einerseits und Isabelle, der Prinzessin der Frankreich mit ihren zwei Hofdamen Rosaline und Katharine andererseits entbrennt die Liebe gleich dreifach und auf die gleiche rasche Weise . Und dies, obwohl die Herren schworen, drei Jahre lang enthaltsam zu leben, um sich ihrer platonischen „Akademie im Kleinen“, ihrem Ruhm und der Unsterblichkeit zu widmen: Fasten und Studieren, statt Frauen und Völlerei! Der Plan scheitert an der Liebe. Zuerst verheimlichen die verliebten Männer den Eidbruch voreinander, doch als alles herauskommt, beschließen sie, die Damen zu freien. Auf einem Fest tauchen sie als Russen maskiert auf. Die ebenfalls maskierten Frauen haben die Geschenke der Männer vertauscht, so dass die Herren sich blamieren, weil sie der jeweils Falschen ihre Liebe gestehen. Natürlich ließe sich der Komödienschluss leicht erahnen, doch es kommt alles anders... Shakespeare verspottet die Mode der schwülstigen Wortspiele und literarischen Anspielungen und ist doch selbst in ihr gefangen. Die Natur als siegreiche Gegenspielerin wird von Byron ebenso hinreißend besungen, wie er die Unnatur des Akademie-Planes und der bombastischen und gezierten Sprache verspottet. Die Vieldeutigkeiten und schlagfertigen Dialoge werden durch das Konkurrieren um die besseren Pointen der saftigen Rüpel gewürzt. Nach den populäreren Stücken Shakespeares hat sich die Shakespeare Company Berlin diesmal eines eher selten gespielten Werkes des großen Autoren angenommen. Für die neue Inszenierung dieser „Komödie gegen die Planbarkeit“ arbeitet die Shakespeare Company Berlin wie gewohnt mit Livemusik, rasanten Rollenwechseln und ungezähmter Spielfreude. Die moderne Übersetzung von Christian Leonard lässt Shakespeares jahrhundertealten Wortwitz ganz heutig erscheinen und zeigt auf, wie fehlbar und verletzlich wir alle sind, wenn wir uns verlieben.

WILLIAM‘S CREW
Isabelle Feldwisch, Vera Kreyer, Johanna-Julia Spitzer, Thilo Herrmann, Benjamin Plath, Thomas Weppel

Regie
Jens Schmidl
Musik
Nico Selbach
Kostüm & Bühne
Carla Satoca Berges
Kostüm & Bühne
Francesca Ercoli
Licht & Technik
Raimund Klaes
Übersetzung
Christian Leonard

Spiegel.

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